Sonderverein
Dänischer Taubenrassen


Tümmler und Stieglitze

               
                    
                                           50 Jahre Sonderverein Dänischer Taubenrassen 1964 - 2014

   

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Hauptsonderschau Dänischer Taubenrassen 2007
vom 07. bis 09. Dezember 2007
in Leipzig/Messe

 

Um unsere Rasse einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen wurden die HSS der VDT Schau in Leipzig angeschlossen. Leider konnte das Meldeergebnis nicht befriedigen.

Mit nur 7 Stieglitzen und 265 Tümmlern musste in der langen Geschichte des Sondervereins das niedrigste Meldeergebnis einer HSS der letzten Jahre genannt werden.

Viele Zuchtfreunde konnten so nicht, die vielen seltenen Farbenschläge unserer Dänenfamilie bewundern, eigentlich schade!

Die Vorraussetzung für eine optimale Präsentation war von der Ausstellungsleitung gegeben, die Sonderrichter Lahme und Reichard sowie der PR Schuller waren mit der Aufgabe betraut worden, die angetretenen Kollektionen nach dem Zuchtstand zu bewerten.

Bei den Stieglitzen waren nur 7 Silberne angetreten, in der Farbgebung waren doch noch große Abweichungen im Vergleich der letzten Jahre zu verzeichnen, die Kopf- und Backenfarbe sollten noch reiner sein, auch Fahnen- und Finkenzeichnung viel abgegrenzter. 96 Punkte fiel auf eine junge Täubin von Lindner.

Die beliebteste Zeichnungsart bei den Dänischen Tümmlern sind und bleiben die Geelsterten, angetreten in den Farben schwarz, rot, gelb, blau und perlblau, zeigten sie einen hohen Zuchtstand auf. Sehr verbessert hat sich in den letzten Jahren die Haltung und die Proportionen, das heißt sie sind etwas kürzer in der Hinterpartie und im Stand etwas freier geworden. Der typische Dänenkopf zeichnet alle Farbenschläge aus, wobei die Blauen und die Perlblauen noch etwas zurück liegen. Das Zeichnungsbild ist gut abgegrenzt und die Farbe sehr intensiv.Bei den Schwarzen konnte Hermann und Doris Schuller mit 97 und 96 Punkten die Spitzentiere stelle. Bei den Roten war Lutz Wegener mit 97 und 96 Punkten knapp vor Detlef Stolze mit 2x 96 Punkten. Bei den gelben konnte der Altmeister dieses Farbenschlages Otto Bender mit 97 und 2x 96 Punkten sehr substanzvolle Tiere vorstellen. Reiner Reichhardt steht oft mit seinen blauen Elstern allein auf weiter Flur, eine junge Täubin mit 96 Punkten ragte aus dieser sehr schönen Kollektion heraus. Perlfarbige Elstern bekommt man auch nicht alle Tage zu Gesicht, eine alte Täubin von Heinrich Wenzel machte das Rennen mit 97 Punkten.

Bei den 24 Weißen waren sehr typvolle Tiere mit abgestimmten Proportionen in Figur Standhöhe und Halslänge zu sehen, auch gut gefüllte Köpfe mit feiner Profillinie waren zu sehen. Kräftige Schnäbel und klare Perlaugen mit intensiver Randfarbe waren bei den höher bewerteten Tiere vorhanden, und in einigen Zuchten schon recht gut gefestigt.Viele Wünsche richteten sich auf eine korrektere Flügelhaltung und auf nicht kreuzende Schwingen. Viele Tiere müssen in der Pupille besser abgegrenzt sein. Um den Rand noch gleichmäßiger befiedert und auch intensiver im Rot, war ein häufiger Wunsch auf der Bewertungskarte. Tiefer Stand, lange Hinterpartien oder leerer Vorköpfe  führten zu Abstufungen. Die Halsfederstruktur scheint in diesem Jahr auch ein Problem zu sein, denn es waren nicht wenige Tiere da, mit sehr rauem und losem Halsgefieder. Die Spitzentiere stellte Suntken mit 96 Punkten auf einen alten Täuber und einer jungen Täubin.

Der schwarze Farbenschlag verkörpert zur Zeit die elegantesten Typen bei unseren Dänen. Leider nur 27 Stück zeigten eigentlich nicht den Beliebtheitsgrad dieses Farbenschlages auf, hier waren Tiere zu sehen mit feiner Standhöhe und Halslänge bei sehr guter Halsverjüngung in abgestimmten Proportionen. Allerdings bereitet gerade diese Halslänge in der Halsführung Probleme, da der Hals nicht voll genug aus dem Körper kommt und da durch im Vorderhals oft durchdrückt. Hier muss in Zukunft in der Zucht viel mehr darauf geachtet werden.. Sehr schöne Perlaugen mit klaren Iriden und scharf abgegrenzten Pupillen und zarten, gut durchbluteten Augenränder können die einfarbigen Schwarzen ihr Eigen nennen.In den Kopfpunkten hat dieser Farbenschlag eine leichte positive Entwicklung in der Schnabelstärke gemacht. Die Gesichtslänge ist gut gefestigt, jedoch könnten einige Tiere noch mehr Scheitelhöhe aufweisen, da sie über den Augen im Profil schon recht flach wirkten. Ein negativer Punkt  bei den Schwarzen waren die schlecht abgerundeten Hinterköpfe, die besonders bei der Handbewertung keinen guten Eindruck hinterlassen haben. Dieses sollte in der Zucht viel stärker berücksichtigt werden, denn ein abgerundeter gut ausgebauter Hinterkopf gehört zu einem harmonischen Dänenkopf dazu. Die Schnabelfarbe scheint in diesem Jahr in vielen Zuchten Probleme aufzuwerfen. Die Spitzentiere standen bei den alten Täubinnen mit 97 und 96 Punkten von Belz.

Der rote Farbenschlag mit 47 Tieren am stärksten vertreten, konnte mit sehr starken Kopfpunkten und eleganten, typvollen Tieren überzeugen. Sehr kräftige Schnäbel, gut gefüllten Keilen, harmonischen Profillinien und recht klaren Perlaugen waren bei vielen Tieren sehr gut vorhanden. Abgestimmte Proportionen und die geforderte abfallende Haltung waren auch recht gut verkörpert. Ein Negativtrend ist immer noch die nicht gleichmäßige Durchfärbung, aufgehellte Schwanz- und Schwingenfarbe, führte zu Abstufungen. Tauben mit fleckigem Schild und grauer Bauch- und Keilfarbe können nicht mehr bestehen. Eine glatte Feder stellt bei den Roten immer eine Schwierigkeit dar, die Schnabelfarbe sollte nicht aus dem auge verloren gehen. Teilweise schon sehr auffällige Unterschiede in der Gesichtslänge und Körpergröße lassen die einzelnen Zuchtrichtungen erkennen, hier muss auf eine Vereinheitlichung der Zucht hin gearbeitet werden. Bei diesem Farbenschlag stellte Heinecke mit 97 und 96 Punkten mit zwei alten Täubern die besten Tiere.

Bei den einfarbigen Gelben wurden 34 Tiere vorgestellt. Teilweise mit sehr gut gefüllten Köpfen auch die harmonische Profillinie war bei vielen vorhanden, die Vorkopflänge sollte sich noch etwas verlängern, insgesamt mit guter Schnabelsubstanz. Das Auge konnte teilweise noch heller erscheinen und die Pupille noch gestochener, der rote Rand wirkte sehr vorteilhaft. Bei noch besserer Abstimmung in Halslänge und Standhöhe würde sich die Haltung noch positiver darstellen können. In der Gleichmäßigkeit der Farbe werden hohe Ansprüche gestellt, das Strohgelbe, welches auch in Dänemark im Vordergrund steht, zeigt immer die größte Gleichmäßigkeit auf. Wöllm zeigte bei den alten Täubern und bei den jungen Täubinnen  jeweils ein Tier mit 96 Punkten.

Die 8 Blaufahlen überzeugten in Figur und Haltung mit passender Standhöhe und eleganter Halsführung. In den Kopfpunkten sind die Schwachpunkte zu sehen, der Vorkopf sollte noch gefüllter und die Profillinie etwas gezogener sein, auch die Hinterkopfabrundung ist noch nicht bei allen so wie gewünscht, teilweise die Pupille besser abgegrenzt und der Rand intensiver im Rot. Farblich sehr gleichmäßig mit sehr feiner Bindenführung, ein junger Täuber von Vollmer konnte die Höchstpunktzahl erreichen.
Bei den 8 Gelbfahlen waren kräftige Figurentiere zu sehen, in der Halslänge und Standhöhe sollte
etwas zugelegt werden, die Vorköpfe recht gut gefüllt, aber im Profil etwas gezogener, auch hier ist auf eine viel bessere Hinterkopfabrundung zu achten. Die Augenfarbe ist noch nicht so hell wie bei den Hauptfarbenschlägen, Randfeuer und Schnabelsubstanz waren in Ordnung. Bei der Farbe sollte auf noch reinerer Deckenfarbe wert gelegt werden. Haase erzielte auf einen alten Täuber 96 Punkte.

Die 12 schwarzen Elstern sehr kräftig in den Figuren mit substanzvollen Köpfen und Schnäbeln, die Unterschnabelfarbe sollte noch stärker beachtet werden. In der Profillinie könnten sie noch etwas zulegen, die Augenfarbe zeigt bei vielen nicht mehr das helle klare Dänenauge. Sehr positiv zeigte sich das Zeichnungsbild und die lackreiche Farbe. Wahnemühl zeigte mit jungen Täuber mit 96 Punkten bewertet das Spitzentier.

Bei den roten Elstern, die größte Kollektion dieser Zeichnungsart mit 30 Tieren, waren die Unterschiede der einzelnen Zuchten doch stark abweichend. Es waren viele Tiere mit feinen Hauptrassemerkmalen vorhanden, auch in Farbe und Zeichnung stimmte da das Bild. Bei den anderen waren Figur, Haltung und Standhöhe in Ordnung, in der Halslänge teilweise die Grenze schon überschritten und dadurch drückten sie im Vorderhals schon recht stark durch.Bei der Schnabelfarbe muss auf mehr Reinheit gezüchtet werden, auch bei den Alttieren sollte die Augenfarbe heller sein. Das Zeichnungsbild bei fast allen Tieren ohne Tadel, aber in der Farbgebung läuft vieles auseinander, hier muss auf jeden Fall gegen gesteuert werden. Wegener zeigte mit 97 Punkten bei einem alten Täuber sowie 2x 96 Punkten bei den Täubinnen die Zuchtrichtung auf.

Eine wunderschöne Kollektion der 16 gelben Elstern, sie gefielen in der Gesamtheit am besten mit typvollen Figuren und gut abfallender Haltung, schöne gefüllte Köpfe, substandsvolle Schnäbel und auch die Augenfarbe war sehr klar und hell, wen bei einigen etwas mehr Standhöhe vorhanden wäre, würde sich das Gesamtbild noch positiver darstellen. Leider war die Randfarbe bei fast allen Tieren relativ blass, im Bereich der Farbe war die Schwanzfarbe der Schwachpunkt dieses Farbenschlages. Im Zeichnungsbild gab es nichts zu beanstanden. Mit 96 Punkten bei den jungen Täubinnen und 97 Punkten bei den alten Täubinnen von Bender, zeigten sich die Spitzentiere dieses Farbenschlages.

Der Züchter der 10 blauen Elstern zeigt Standvermögen, leider findet sich kein weiterer Zuchtfreund der ihn in der Zucht unterstützt. In Typ und Haltung haben sie gewonnen, auch in der Halsführung sind Verbesserungen nicht von der Hand zu weisen. Schnabelsubstanz und Gesichtslänge sind vorhanden, etwas mehr Vorkopffülle und die Profillinie etwas gezogener. Die Augen- und Randfarbe muss auf der Plusseite verbucht werden. Das Zeichnungsbild ohne Tadel, die Schwanzdeckenfarbe und die Kopffarbe sind noch verbesserungswürdig. 97 und 96 Punkte auf einen jungen Täuber und auf einer alte Täubinn von Reichhardt zeigten die Vorwärtsentwicklung auf.

Mit 16 Schwarztigern kann man auch nicht immer rechnen, dieser aparte, aber seltene Farbenschlag spricht viele Zuchtfreunde an, aber für diese schwierige Zucht entscheiden sich nur ganz wenige, denn das Zeichnungsbild ist klar vorgegeben, nicht wie bei anderen Rassen. Hier muss der Kopf mit Oberhals sowie Hand- und Armschwingen und der Schwanz mit Keil und Decken farbig sein, das übrige Gefieder ist weiß , welches mit kleinen möglichst gleichmäßigen farbigen Federn durchsetzt sein muss. Bei den Schwarzen besteht im Typ noch ein großer Aufholbedarf. Mehr Standhöhe sowie dünnere elegantere Hälse sollten unbedingt angestrebt werden. In der Vorkopffülle sind schon große Fortschritte erzielt worden, die Profillinie sollte mehr Zug aufweisen. Die Schnabel – und Randfarbe sehr intensiv, auch die Augenfarbe ist nicht zu beanstanden. Das Schwarz sehr lackreich, aber im Zeichnungsbild ist auf den Decken, Hals und Brust zuviel Farbe angesiedelt. Eine junge Täubin und ein junger Täuber von Hentschel konnten 96 Punkte erreichen.

Auch die 10 Rottiger gehören zu den Selten Farbenschläge, in Halslänge und Haltung schon sehr typvoll etwas mehr Standhöhe und eine kürzere Hinterpartie ist anzustreben. Sehr substandsvoll im Körper und Schnabel, im Keil und Profil noch gefüllter, die Augenfarbe sehr hell aber im Rand könnte noch mehr Feuer sein. Auch hier im Zeichnungsbild Brust, Hals und Decken mit zuviel Farbe. Das Rot noch sehr unterschiedlich, die Schwanzpartie und auch die Schwingen sollten schon intensiver durchgefärbt sein. Ein alter Täuber von Wöllm konnte 96 Punkte erreichen.

Die gleichen Vorzüge und Wünsche mussten bei den 4 Gelbtigern vermerkt werden, hier konnte Stolze 96 Punkte auf eine alte Täubin erreichen.

Acht Kalotten in den Farbenschlägen schwarz, rot, gelb und blau bekommt man auch nicht alle Tage zu Gesicht, sehr typvoll in Figur mit prima Haltung mit passender Halslänge und Standhöhe, im Vorkopf teilweise noch gefüllter und in der Profillinie gezogener. Die Augenfarbe noch etwas klarer und die Pupille noch exakter. Im Zeichnungsbild waren Wünsche in noch besser abgegrenzter Kopfzeichnung, sowie Schwanz- und Keilfarbe noch durchgefärbter. Jeweils eine junge Täubin in schwarz und blau von Schuller konnte 96 Punkte erreichen.

Die roten Weißschläge konnten im Typ überzeugen mit sehr guter Haltung, in der Standhöhe waren kleine Wünsche nicht zu übersehen, auch die Vorderhalsführung sollte sich straffer gestalten. Gesichtslänge und Vorkopffülle ausreichend, etwas mehr Zug im Profil wäre teilweise angebracht. Die Augefarbe sehr hell und der Rand gut durchblutet der Schnabel mit prima Substanz. In der Farbgebung waren die Schwächen angesiedelt, besonders die Schwanz, - Keil, - und Bauchfarbe stand in der Kritik. Ein alter Täuber von Marschall konnte die Höchstpunktzahl erreichen, ein junger Täuber vom gleichen Züchter erhielt 96 Punkte.

Auch die 5 gelben Weißschläge konnten überzeugen, kleine Wünsche in der Vorkopffülle, der Augenfarbe und der Pupille. Die Farbe und Zeichnung ohne Ausrutscher. Ein alter Täuber von Wunderlich konnte 96 Punkte erreichen.

 

Die beste Gesamtleistung auf 10 Tiere erreichte Lutz Wegener mit 952 Punkten.
Die Gruppensieger wurden gestellt:


Bei den Tümmlern:
Otto Bender mit 380 auf gelbgeelstert, Martin Wöllm mit 381 Punkten auf einfarbig gelb, bei den Seltenen Kurt Vollmer mit 380 Punkten auf blaufahl mit dunklen
 

 Gez. Ulrich Lahme

Zuchtwart Dänische Tümmler und Stieglitze  

 

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