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Hauptsonderschau
Dänischer Taubenrassen 2007
vom 07. bis 09. Dezember 2007
in Leipzig/Messe
Um unsere Rasse einer breiteren
Öffentlichkeit vorzustellen wurden die HSS der VDT Schau
in Leipzig angeschlossen. Leider konnte das
Meldeergebnis nicht befriedigen.
Mit nur 7 Stieglitzen und 265
Tümmlern musste in der langen Geschichte des
Sondervereins das niedrigste Meldeergebnis einer HSS der
letzten Jahre genannt werden.
Viele Zuchtfreunde konnten so
nicht, die vielen seltenen Farbenschläge unserer
Dänenfamilie bewundern, eigentlich schade!
Die Vorraussetzung für eine
optimale Präsentation war von der Ausstellungsleitung
gegeben, die Sonderrichter Lahme und Reichard sowie der
PR Schuller waren mit der Aufgabe betraut worden, die
angetretenen Kollektionen nach dem Zuchtstand zu
bewerten.

Bei den Stieglitzen waren nur 7
Silberne angetreten, in der Farbgebung waren doch noch
große Abweichungen im Vergleich der letzten Jahre zu
verzeichnen, die Kopf- und Backenfarbe sollten noch
reiner sein, auch Fahnen- und Finkenzeichnung viel
abgegrenzter. 96 Punkte fiel auf eine junge Täubin von
Lindner.
Die
beliebteste Zeichnungsart bei den Dänischen Tümmlern
sind und bleiben die Geelsterten, angetreten in den
Farben schwarz, rot, gelb, blau und perlblau, zeigten
sie einen hohen Zuchtstand auf. Sehr verbessert hat sich
in den letzten Jahren die Haltung und die Proportionen,
das heißt sie sind etwas kürzer in der Hinterpartie und
im Stand etwas freier geworden. Der typische Dänenkopf
zeichnet alle Farbenschläge aus, wobei die Blauen und
die Perlblauen noch etwas zurück liegen. Das
Zeichnungsbild ist gut abgegrenzt und die Farbe sehr
intensiv.Bei den Schwarzen konnte Hermann und Doris
Schuller mit 97 und 96 Punkten die Spitzentiere stelle. Bei
den Roten war Lutz Wegener mit 97 und 96 Punkten knapp
vor Detlef Stolze mit 2x 96 Punkten. Bei den gelben
konnte der Altmeister dieses Farbenschlages Otto Bender
mit 97 und 2x 96 Punkten sehr substanzvolle Tiere
vorstellen. Reiner Reichhardt steht oft mit seinen
blauen Elstern allein auf weiter Flur, eine junge Täubin
mit 96 Punkten ragte aus dieser sehr schönen Kollektion
heraus. Perlfarbige Elstern bekommt man auch nicht alle
Tage zu Gesicht, eine alte Täubin von Heinrich Wenzel
machte das Rennen mit 97 Punkten.
Bei den 24 Weißen waren sehr
typvolle Tiere mit abgestimmten Proportionen in Figur
Standhöhe und Halslänge zu sehen, auch gut gefüllte
Köpfe mit feiner Profillinie waren zu sehen. Kräftige
Schnäbel und klare Perlaugen mit intensiver Randfarbe
waren bei den höher bewerteten Tiere vorhanden, und in
einigen Zuchten schon recht gut gefestigt.Viele Wünsche
richteten sich auf eine korrektere Flügelhaltung und auf
nicht kreuzende Schwingen. Viele Tiere müssen in der
Pupille besser abgegrenzt sein. Um den Rand noch
gleichmäßiger befiedert und auch intensiver im Rot, war
ein häufiger Wunsch auf der Bewertungskarte. Tiefer
Stand, lange Hinterpartien oder leerer Vorköpfe führten
zu Abstufungen. Die Halsfederstruktur scheint in diesem
Jahr auch ein Problem zu sein, denn es waren nicht
wenige Tiere da, mit sehr rauem und losem Halsgefieder.
Die Spitzentiere stellte Suntken mit 96 Punkten auf
einen alten Täuber und einer jungen Täubin.
Der
schwarze Farbenschlag verkörpert zur Zeit die
elegantesten Typen bei unseren Dänen. Leider nur 27
Stück zeigten eigentlich nicht den Beliebtheitsgrad
dieses Farbenschlages auf, hier waren Tiere zu sehen mit
feiner Standhöhe und Halslänge bei sehr guter
Halsverjüngung in abgestimmten Proportionen. Allerdings
bereitet gerade diese Halslänge in der Halsführung
Probleme, da der Hals nicht voll genug aus dem Körper
kommt und da durch im Vorderhals oft durchdrückt. Hier
muss in Zukunft in der Zucht viel mehr darauf geachtet
werden.. Sehr schöne Perlaugen mit klaren Iriden und
scharf abgegrenzten Pupillen und zarten, gut
durchbluteten Augenränder können die einfarbigen
Schwarzen ihr Eigen nennen.In den Kopfpunkten hat dieser
Farbenschlag eine leichte positive Entwicklung in der
Schnabelstärke gemacht. Die Gesichtslänge ist gut
gefestigt, jedoch könnten einige Tiere noch mehr
Scheitelhöhe aufweisen, da sie über den Augen im Profil
schon recht flach wirkten. Ein negativer Punkt bei den
Schwarzen waren die schlecht abgerundeten Hinterköpfe,
die besonders bei der Handbewertung keinen guten
Eindruck hinterlassen haben. Dieses sollte in der Zucht
viel stärker berücksichtigt werden, denn ein
abgerundeter gut ausgebauter Hinterkopf gehört zu einem
harmonischen Dänenkopf dazu. Die Schnabelfarbe scheint
in diesem Jahr in vielen Zuchten Probleme aufzuwerfen.
Die Spitzentiere standen bei den alten Täubinnen mit 97
und 96 Punkten von Belz.
Der rote Farbenschlag mit 47 Tieren
am stärksten vertreten, konnte mit sehr starken
Kopfpunkten und eleganten, typvollen Tieren überzeugen.
Sehr kräftige Schnäbel, gut gefüllten Keilen,
harmonischen Profillinien und recht klaren Perlaugen
waren bei vielen Tieren sehr gut vorhanden. Abgestimmte
Proportionen und die geforderte abfallende Haltung waren
auch recht gut verkörpert. Ein Negativtrend ist immer
noch die nicht gleichmäßige Durchfärbung, aufgehellte
Schwanz- und Schwingenfarbe, führte zu Abstufungen.
Tauben mit fleckigem Schild und grauer Bauch- und
Keilfarbe können nicht mehr bestehen. Eine glatte Feder
stellt bei den Roten immer eine Schwierigkeit dar, die
Schnabelfarbe sollte nicht aus dem auge verloren gehen.
Teilweise schon sehr auffällige Unterschiede in der
Gesichtslänge und Körpergröße lassen die einzelnen
Zuchtrichtungen erkennen, hier muss auf eine
Vereinheitlichung der Zucht hin gearbeitet werden. Bei
diesem Farbenschlag stellte Heinecke mit 97 und 96
Punkten mit zwei alten Täubern die besten Tiere.
Bei
den einfarbigen Gelben wurden 34 Tiere vorgestellt.
Teilweise mit sehr gut gefüllten Köpfen auch die
harmonische Profillinie war bei vielen vorhanden, die
Vorkopflänge sollte sich noch etwas verlängern,
insgesamt mit guter Schnabelsubstanz. Das Auge konnte
teilweise noch heller erscheinen und die Pupille noch
gestochener, der rote Rand wirkte sehr vorteilhaft. Bei
noch besserer Abstimmung in Halslänge und Standhöhe
würde sich die Haltung noch positiver darstellen können.
In der Gleichmäßigkeit der Farbe werden hohe Ansprüche
gestellt, das Strohgelbe, welches auch in Dänemark im
Vordergrund steht, zeigt immer die größte
Gleichmäßigkeit auf. Wöllm zeigte bei den alten Täubern
und bei den jungen Täubinnen jeweils ein Tier mit 96
Punkten.
Die
8 Blaufahlen überzeugten in Figur und Haltung mit
passender Standhöhe und eleganter Halsführung. In den
Kopfpunkten sind die Schwachpunkte zu sehen, der Vorkopf
sollte noch gefüllter und die Profillinie etwas
gezogener sein, auch die Hinterkopfabrundung ist noch
nicht bei allen so wie gewünscht, teilweise die Pupille
besser abgegrenzt und der Rand intensiver im Rot.
Farblich sehr gleichmäßig mit sehr feiner Bindenführung,
ein junger Täuber von Vollmer konnte die Höchstpunktzahl
erreichen.
Bei den 8 Gelbfahlen waren kräftige Figurentiere zu
sehen, in der Halslänge und Standhöhe sollte
etwas zugelegt werden, die Vorköpfe recht gut gefüllt,
aber im Profil etwas gezogener, auch hier ist auf eine
viel bessere Hinterkopfabrundung zu achten. Die
Augenfarbe ist noch nicht so hell wie bei den
Hauptfarbenschlägen,
Randfeuer und Schnabelsubstanz waren in Ordnung. Bei der
Farbe sollte auf noch reinerer Deckenfarbe wert gelegt
werden. Haase erzielte auf einen alten Täuber 96 Punkte.
Die 12 schwarzen Elstern sehr
kräftig in den Figuren mit substanzvollen Köpfen und
Schnäbeln, die Unterschnabelfarbe sollte noch stärker
beachtet werden. In der Profillinie könnten sie noch
etwas zulegen, die Augenfarbe zeigt bei vielen nicht
mehr das helle klare Dänenauge. Sehr positiv zeigte sich
das Zeichnungsbild und die lackreiche Farbe. Wahnemühl
zeigte mit jungen Täuber mit 96 Punkten bewertet das
Spitzentier.
Bei den roten Elstern, die größte
Kollektion dieser Zeichnungsart mit 30 Tieren, waren die
Unterschiede der einzelnen Zuchten doch stark
abweichend. Es waren viele Tiere mit feinen
Hauptrassemerkmalen vorhanden, auch in Farbe und
Zeichnung stimmte da das Bild. Bei den anderen waren
Figur, Haltung und Standhöhe in Ordnung, in der
Halslänge teilweise die Grenze schon überschritten und
dadurch drückten sie im Vorderhals schon recht stark
durch.Bei der Schnabelfarbe muss auf mehr Reinheit
gezüchtet werden, auch bei den Alttieren sollte die
Augenfarbe heller sein. Das Zeichnungsbild bei fast
allen Tieren ohne Tadel, aber in der Farbgebung läuft
vieles auseinander, hier muss auf jeden Fall gegen
gesteuert werden. Wegener zeigte mit 97 Punkten bei
einem alten Täuber sowie 2x 96 Punkten bei den Täubinnen
die Zuchtrichtung auf.
Eine
wunderschöne Kollektion der 16 gelben Elstern, sie
gefielen in der Gesamtheit am besten mit typvollen
Figuren und gut abfallender Haltung, schöne gefüllte
Köpfe, substandsvolle Schnäbel und auch die Augenfarbe
war sehr klar und hell, wen bei einigen etwas mehr
Standhöhe vorhanden wäre, würde sich das Gesamtbild noch
positiver darstellen. Leider war die Randfarbe bei fast
allen Tieren relativ blass, im Bereich der Farbe war die
Schwanzfarbe der Schwachpunkt dieses Farbenschlages. Im
Zeichnungsbild gab es nichts zu beanstanden. Mit 96
Punkten bei den jungen Täubinnen und 97 Punkten bei den
alten Täubinnen von Bender, zeigten sich die
Spitzentiere dieses Farbenschlages.
Der Züchter der 10 blauen Elstern
zeigt Standvermögen, leider findet sich kein weiterer
Zuchtfreund
der ihn in der Zucht unterstützt. In Typ und Haltung
haben sie gewonnen, auch in der Halsführung sind
Verbesserungen nicht von der Hand zu weisen.
Schnabelsubstanz und Gesichtslänge sind vorhanden, etwas
mehr Vorkopffülle und die Profillinie etwas gezogener.
Die Augen- und Randfarbe muss auf der Plusseite verbucht
werden. Das Zeichnungsbild ohne Tadel, die
Schwanzdeckenfarbe und die Kopffarbe sind noch
verbesserungswürdig. 97 und 96 Punkte auf einen jungen
Täuber und auf einer alte Täubinn von Reichhardt zeigten
die Vorwärtsentwicklung auf.
Mit 16 Schwarztigern kann man auch
nicht immer rechnen, dieser aparte, aber seltene
Farbenschlag spricht viele
Zuchtfreunde
an, aber für diese schwierige Zucht entscheiden sich nur
ganz wenige, denn das Zeichnungsbild ist klar
vorgegeben, nicht wie bei anderen Rassen. Hier muss der
Kopf mit Oberhals sowie Hand- und Armschwingen und der
Schwanz mit Keil und Decken farbig sein, das übrige
Gefieder ist weiß , welches mit kleinen möglichst
gleichmäßigen farbigen Federn durchsetzt sein muss. Bei
den Schwarzen besteht im Typ noch ein großer
Aufholbedarf. Mehr Standhöhe sowie dünnere elegantere
Hälse sollten unbedingt angestrebt werden. In der
Vorkopffülle sind schon große Fortschritte erzielt
worden, die Profillinie sollte mehr Zug aufweisen. Die
Schnabel – und Randfarbe sehr intensiv, auch die
Augenfarbe ist nicht zu beanstanden. Das Schwarz sehr
lackreich, aber im Zeichnungsbild ist auf den Decken,
Hals und Brust zuviel Farbe angesiedelt. Eine junge
Täubin und ein junger Täuber von Hentschel konnten 96
Punkte erreichen.
Auch die 10 Rottiger gehören zu den
Selten Farbenschläge, in Halslänge und Haltung schon
sehr typvoll etwas mehr Standhöhe und eine kürzere
Hinterpartie ist anzustreben. Sehr substandsvoll im
Körper und Schnabel, im Keil und Profil noch gefüllter,
die Augenfarbe sehr hell aber im Rand könnte noch mehr
Feuer sein.
Auch
hier im Zeichnungsbild Brust, Hals und Decken mit zuviel
Farbe. Das Rot noch sehr unterschiedlich, die
Schwanzpartie und auch die Schwingen sollten schon
intensiver durchgefärbt sein. Ein alter Täuber von Wöllm
konnte 96 Punkte erreichen.
Die gleichen Vorzüge und Wünsche mussten bei den 4
Gelbtigern vermerkt werden, hier konnte Stolze 96 Punkte
auf eine alte Täubin erreichen.

Acht Kalotten in den Farbenschlägen
schwarz, rot, gelb und blau bekommt man auch nicht alle
Tage zu Gesicht, sehr typvoll in Figur mit prima Haltung
mit passender Halslänge und Standhöhe, im Vorkopf
teilweise noch gefüllter und in der Profillinie
gezogener. Die Augenfarbe noch etwas klarer und die
Pupille noch exakter. Im Zeichnungsbild waren Wünsche in
noch besser abgegrenzter Kopfzeichnung, sowie Schwanz-
und Keilfarbe noch durchgefärbter. Jeweils eine junge
Täubin in schwarz und blau von Schuller konnte 96 Punkte
erreichen.
Die roten Weißschläge konnten im
Typ überzeugen mit sehr guter Haltung, in der Standhöhe
waren
kleine Wünsche nicht zu übersehen, auch die
Vorderhalsführung sollte sich straffer gestalten.
Gesichtslänge und Vorkopffülle ausreichend, etwas mehr
Zug im Profil wäre teilweise angebracht. Die Augefarbe
sehr hell und der Rand gut durchblutet der Schnabel mit
prima Substanz. In der Farbgebung waren die Schwächen
angesiedelt, besonders die Schwanz, - Keil, - und
Bauchfarbe stand in der Kritik. Ein alter Täuber von
Marschall konnte die Höchstpunktzahl erreichen, ein
junger Täuber vom gleichen Züchter erhielt 96 Punkte.
Auch die 5 gelben Weißschläge konnten überzeugen, kleine
Wünsche in der Vorkopffülle, der Augenfarbe und der
Pupille. Die Farbe und Zeichnung ohne Ausrutscher. Ein
alter Täuber von Wunderlich konnte 96 Punkte erreichen.
Die
beste Gesamtleistung auf 10 Tiere erreichte Lutz Wegener mit 952 Punkten.
Die Gruppensieger wurden gestellt:
Bei den Tümmlern:
Otto Bender mit 380 auf gelbgeelstert, Martin Wöllm mit 381 Punkten auf einfarbig
gelb, bei den Seltenen Kurt Vollmer mit 380
Punkten auf blaufahl mit dunklen
Gez. Ulrich Lahme
Zuchtwart Dänische Tümmler und
Stieglitze
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